Warum sind Zentimeterwerte verschiedener Pegel nicht direkt vergleichbar?
Jede Messstelle misst relativ zu ihrem eigenen Pegelnullpunkt. Deshalb kann ein niedrigerer Zentimeterwert an einem Pegel nicht automatisch bedeuten, dass dort weniger Wasser oder eine geringere Fahrrinnentiefe vorhanden ist als an einem anderen Ort. Für Vergleiche brauchst du die örtlichen Bezugsgrößen und die passende nautische Information.
Messwert und Vorhersage unterscheiden
Ein Messwert beschreibt eine Beobachtung mit Zeitstempel. Eine Vorhersage ist eine Einschätzung für einen späteren Zeitpunkt und kann unsicherer sein. KlarPegel kennzeichnet Messungen und verfügbare Vorhersagen getrennt und zeigt keine ersatzweise erfundenen Werte, wenn die Quelle keine Daten liefert.
Prüfe bei älteren Messzeiten, ob inzwischen ein neuerer Wert veröffentlicht wurde. Prognosen können aktualisiert werden und sind keine Garantie für den später eintretenden Wasserstand.
Pegelstand ist nicht gleich Wassertiefe
Der Wasserstand allein sagt nicht, welche Tiefe an jeder Stelle der Fahrrinne vorhanden ist. Fahrrinnentiefe und Befahrbarkeit hängen unter anderem von örtlichen Bezugswerten, Fahrrinnenunterhaltung, Querprofil und aktuellen nautischen Meldungen ab. Nutze dafür die zuständigen amtlichen Unterlagen und Hinweise, nicht nur einen Pegelwert.
Welche Daten zeigt KlarPegel?
Die deutschen Stationsseiten beziehen Messungen und – wenn verfügbar – Vorhersagen von PEGELONLINE der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung. Die Quelle und Messzeit stehen direkt am jeweiligen Pegel. PEGELONLINE weist darauf hin, dass bereitgestellte Rohdaten ungeprüft sein können; Details stehen im PEGELONLINE-API-Leitfaden.
Vor einer Fahrt gehören aktuelle ELWIS-Meldungen, nautische Karten und die Informationen der zuständigen Stellen zur Fahrtvorbereitung.